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"Niemals Mittelmaß"

Für das neue 30 Grad Magazin, das im Oktober erscheint, sprachen wir unter anderem mit dem Schweizer Kreativdirektor über seine Beauty-Rituale 


Der Schweizer Kreativdirektor Beda Achermann hat Mitte der 80er-Jahre mit der Männer Vogue seinen Stil lanciert. Seither gilt alles, was er anfasst, als Kunst. Sogar Karl Lagerfeld hielt große Stücke auf ihn. Heute betreibt er ein Kreativstudio in Zürich, dass sich von Geschäftsberichten über Strumpfhosen-Werbung bis hin zu Mode-Fußball-Magazinen, mit den schönen Dingen des Lebens befasst. 

Schöne Menschen, Bilder, Produkte. Mit welchen Din- gen beruhigen Sie ihre Augen von so viel Schönheit? 

Ich mag pure Schönheit nicht besonders. Ich mag Echtes. Deshalb gehe ich joggen. Ich bezeichne mich auch gerne als "Augen-Jogger." 

Was ist ein "Augen-Jogger"?

Ich war heute morgen um 6 Uhr in der Früh joggen auf dem Zürichberg. Zum ersten Mal war es ein wenig herbstlich. Es gab Nebel, die Sonne schien durch die Bäume und dann standen da zwei Rehe. Natürlich Kitsch, aber wahn- sinnig scho?n. Ich liebe Kitsch. Das sind echte Augenblicke.

Schon oft wurden Sie unter die bestgekleidetsten Männern gewählt. Wie sieht der Achermann-Stil aus?

Sicher nie nach Mittelmaß, immer authentisch und weltoffen. Die Urkraft der Schweizer Berge vermischt mit dem Chic von Chanel. Ich bin in den Bergen auf- gewachsen, das sind meine Wurzeln, ich weiß wie eine Kuh aussieht und riecht. Gleichzeitig auch wie sich ein Maßanzug von Rubinacci in Neapel oder von Retos anfühlt. Ich mixe die Maßanzüge immer mit etwas Falschem, etwas Rauem. Früher waren das amerikanische Cargo-Pants, heute sind es Kaschmir-Jogginghosen.

Und wonach riecht der Mann zu diesem Stil?

Nach Aqua di Santa Maria Novella - immer schon.

Sie sind viel unterwegs, was darf da für die Morgenroutine nicht fehlen?

Mein Morgen beginnt jeden Tag mit Joggen, egal ob ich in Zürich, Paris oder New York bin. Oft Yoga - einige Male in der Woche. Und ich nehme mir meine Shampoos und Duschgels von Susanne Kaufmann immer mit. Ich benutze nie, auch nicht in Luxushotels, die vorhandenen Produkte.

Wieso nicht?

Ich hasse parfümierte Duschgels. Wenn Leute neben mir sitzen, gutaussehende, elegante Leute, die nach parfümiertem Deo oder Duschgel riechen, das ist eine Katastrophe. Aller Stil verloren.

Foto: Claudia Klein


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