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"Wir sind sehr gut aufgestellt"

Modernste Maschinentechnik, die in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert wurde, ermöglicht MÜHLE eine hohe Fertigungstiefe 

Wer sich die MÜHLE-Manufaktur als romantisch-altmodische Werkstatt vorstellt, irrt. Gut 30 Spezialmaschinen stehen auf 2.600 Quadratmetern Fläche. Tatsächlich ist es eine Mischung aus althergebrachter Handwerkstechnik und innovativer Technik, die das Unternehmen aus dem Erzgebirge auszeichnet. 

Herr Müller, haben Sie die Maschinen, die hier stehen selbst entwickelt?
Teilweise sind es Serienmaschinen wie unsere CNC-Drehmaschinen, teilweise sind sie individuell entwickelt. Ich würde sagen, wir sind in dieser Hinsicht typisch für deutsche Mittelstandsunternehmen. Oft bauen wir Maschinen gezielt für unsere Anforderungen, die ja sehr speziell sind.

Und da kann dann auch schon mal ein Teil einer Schafschermaschine zum Einsatz kommen.
Das klingt nicht sehr professionell, hat aber einfach gut gepasst. Bei unserem "Kopfautomat", der die einfachen Haarqualitäten verarbeitet, gibt es einen Arbeitsschritt, in dem die Haare vor dem Binden glatt geschnitten werden müssen. Dafür ist das Schafschermesser perfekt geeignet, es ist leicht nachzuschleifen und wartungsarm. Und siehe da - es verrichtet seinen Dienst!

Wer kommt auf solche Ideen?
Viele hatte mein Vater oder unser technischer Leiter Mario Klötzer. Oft handelt es sich bei Neuentwicklungen im Grunde um Weiterentwicklungen, es kann immer noch etwas verbessert werden.

Aber das machen Sie nicht selbst?
Wir profitieren von einer hervorragenden Infrastruktur, was den Maschinenbau angeht. Südsachsen ist schon seit der Industrialisierung eines der Zentren des deutschen Maschinenbaus. Wir haben ein sehr gutes Netzwerk.

Und werden die Maschinen dann im Design Ihren Vorstellungen angepasst, es sieht in Ihrer Werkshalle doch sehr durchgestylt aus?
Wir möchten schon, dass es zur CI passt. Da müssen wir unsere Lieferanten manchmal ein bisschen nerven, damit sie die Maschinen für uns in Grautönen lackieren. Viele Hersteller haben ihre Standardfarben. Früher gab es in Deutschland einen einheitlichen Standard, ein ziemlich hässliches Grün, dann hat irgendwann jeder seine eigenen Farben gewählt, gelb, rot weiß - und dann sieht es eines Tages aus wie im Zirkus.

Was sind die größten Hürden, was die Maschinentechnik angeht?
Spezialmaschinenbau ist zum einen sehr teuer. Wir müssen immer überlegen, ob eine Maschine die Investition wert ist, dass heißt, ob wir sie auch auslasten. Zum anderen gibt es sehr hohe Sicherheitsstandards. Ich finde Arbeitsschutz natürlich wichtig, aber hier alle Auflagen einzuhalten, ist gelinde gesagt schwierig. 

Gibt es eine Maschine, die Sie sich wünschen?
Na ja, es gibt immer so Kleine-Jungen-Träume, aber nicht jeder davon ist sinnvoll. Grundsätzlich sind wir maschinentechnisch sehr gut aufgestellt.

Mehr zum MÜHLE-Maschinenpark finden Sie im neuen 30 Grad Magazin. Kostenlos bestellen können Sie das Heft hier.

Fotos: Dawin Meckel
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